Nächster Neutronenstern entdeckt

Kanadische und US-amerikanische Astronomen haben den vermutlich nächsten Neutronenstern gefunden, der jemals gesehen wurde. Es gehört zu einer seltenen Gruppe isolierter Neutronensterne – ihnen fehlen binäre Begleiter – und könnte nur die Spitze des Eisbergs sein.

Die entdeckenden Astronomen stöberten in einem riesigen Katalog von 18.000 Röntgenquellen, die vom deutsch-amerikanischen ROSAT-Satelliten erfasst wurden, der zwischen 1990 und 1999 in Betrieb war. Sie verglichen diese Röntgenquellen mit Objekten, die bei anderen Lichtwellenlängen sichtbar waren, wie z. B. Infrarot. sichtbares Licht und Radiowellen. Ein Objekt, 1RXS J141256.0 + 792204, war nur in Röntgenstrahlen sichtbar.

Dann zielten sie mit dem Swift-Satelliten der NASA auf das Objekt und führten detailliertere Beobachtungen durch. Swift konnte die Quelle finden und bestätigte, dass sie heute so viel Röntgenenergie abgibt, wie ROSAT erfasst hatte. Dann richteten sie eines der leistungsstärksten Teleskope der Erde, das 8.1 Gemini North Telescope in Hawaii, und konnten kein einziges optisches Lichtobjekt bis in die geringsten Größenordnungen finden. Es leuchtete nur in Röntgenstrahlen.

Laut den Forschern gibt es keine allgemein akzeptierten alternativen Theorien für Objekte wie Calvera, die in Röntgenstrahlen hell, in sichtbarem Licht jedoch schwach sind. Entweder ist es ein ungewöhnliches Beispiel für einen Neutronenstern oder es könnte sich um eine völlig neue Art von Objekt handeln. Ein weiteres Rätsel: Es liegt hoch über der Ebene der Milchstraße. Es muss sich im Flugzeug gebildet haben, ist dann aber irgendwie auf seine aktuelle Position gewandert.

Mit der Entdeckung von Calvera glauben Astronomen, dass es viele Objekte wie dieses geben könnte. Es ist nah genug, dass Astronomen mit vielen Instrumenten detaillierte Beobachtungen durchführen können. Es sollte für die kommenden Jahre interessante Ergebnisse liefern.

Originalquelle: PSU-Pressemitteilung

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