Buchbesprechung: Weltraumtourismus – Abenteuer in der Erdumlaufbahn und darüber hinaus

Der Weltraumtourismus scheint uns genauso zugänglich zu sein wie die Sonne für Ikarus. Wir kämpfen darum, eine von Menschen geschaffene Struktur in der Sicherheit der Erdumlaufbahn zu erhalten und zu bewohnen. Wir lesen jedoch über Hotels, in denen Hochzeitsreisende alle 90 Minuten den Sonnenuntergang betrachten können. Dies mag etwas schwierig sein, aber der Weltraumtourismus kann für einige Unternehmer solide Einnahmen generieren. Wie Van Pelt feststellt, haben zwei Personen bereits erhebliche Beträge in Höhe von jeweils 20 Millionen US-Dollar für den Besuch des Weltraums gezahlt. Da die Attraktion jede andere auf dem Planeten Erde leicht verbessern würde, ist nur ein ausreichend niedriger Preis erforderlich. Damit verbrachten jedes Jahr Hunderte von Menschen ihre jährlichen Ferien im Orbit. Es ist eine extreme technische Herausforderung, wenn es jemals eine gab. Aus Sicht von Van Pelt ist es jedoch durchaus erhältlich.

In dem Buch diskutiert Van Pelt die technischen Fragen der Raumfahrt und die angenehmen Fragen der Freizeit im Weltraum. In einer neutralen, analytischen Sichtweise betrachtet er technische Fragen, beginnend mit der Geschichte der Weltraumaktivitäten, der fortschreitenden Entwicklung von Trägerraketen, den vorhandenen Fähigkeiten auf dem neuesten Stand der Technik und den Schritten, die erforderlich sind, um die Weltraumtourismusbranche zu befähigen. Praktische Aspekte wie Strahlungsdosimeter, Druckanzüge zur Bekämpfung von G-Kräften, Training vor dem Flug und Gruppeninteraktionen finden ebenfalls Beachtung. Diese und andere technische Details werden getreu von der aktuellen oder historisch etablierten Technologie erweitert. Die Wiederverwendbarkeit von Launcher wird jedoch ohne große Begründung bevorzugt. Einige der späteren Diskussionen über Warp-Antriebe, Transporter und schneller als leichtes Reisen scheinen ein wenig fehl am Platz zu sein und verleihen einer ansonsten rationalen und gleichmäßigen Präsentation einen ungläubigen Ton.

Van Pelt hat viel mehr Spaß mit den Freizeitaktivitäten. Aus der Perspektive der ersten Person versetzt er den Leser in einen dreitägigen Urlaub in ein umlaufendes Hotel. Die Neuheit des Trainings, des Sicherheitsunterrichts und der Ausrüstungsausstattung kommt durch wie jeder Tourist, der sich auf eine abenteuerliche Reise in das große Unbekannte vorbereitet. Kontinuierliche Vergleiche mit den heutigen kommerziellen Flugzeugflügen erhöhen die Nähe dieser Gelegenheit. Weitere Kapitel über den Start, den Aufstieg und den Beginn der Schwerelosigkeit entfernen diese Reise schnell von jedem kommerziellen Flug. Die Prosa versetzt den Leser wirklich in die Lage des sternenklaren Gastes. Der Abstieg und die Landung geben die angenehme Auflösung, die den Raumflieger und vermutlich den Leser dazu bringen würde, ernsthaft einen weiteren Flug zu wünschen. Van Pelt versucht auch, Höhepunkte der Reise vorherzusagen, indem er sich Sport, Spiele, Trysts und Tanzen im Bereich der Schwerelosigkeit vorstellt. Er erläutert geschickt, wie häufige Aktivitäten auf engstem Raum eines Weltraumhotels oder auf entfernten Oberflächen wie der 1/6-Schwerkraft des Mondes aufregende Dimensionen annehmen können. Es sollte sicherlich nicht an Spaß mangeln, wenn seine Ansichten zutreffen.

Um dem Leser zu helfen, werden die beiden Aspekte des Buches, die technische Ansicht und die Ansicht der ersten Person, in eigenen Kapiteln zusammengefasst. Jeder folgt logisch dem Vorgänger. Im technischen Kapitel werden beispielsweise zunächst Trägerraketen behandelt. Dann platziert die Ansicht der ersten Person den Leser in die Augen einer Person, wenn diese gestartet wird. Trotz dieser beiden Aspekte bleibt die Prosa komplementär, wobei der technische Teil weder zu trocken noch die Sichtweise der ersten Person zu qualitativ ist.

Die in diesem Buch gezeigte Fantasie und der Optimismus sorgen für ein angenehmes und schnelles Lesen. Zitate von Science-Fiction-Autoren zeigen, wie die Realität die frühere Vorstellung von Schriftstellern von vor vielen Jahren einholt. Manchmal wird der Optimismus jedoch etwas größer. Van Pelt würde uns glauben machen, dass nur wenige unterschiedliche Entscheidungen in verschiedenen Phasen des US-Raumfahrtprogramms inzwischen Menschen auf dem Mars gehabt hätten. Auch die Diskussionen über Reisen zum Mars und weiter entfernte Planeten oder Sterne wecken erneut Ungläubigkeit, anstatt die wahrgenommene Industrie zu unterstützen. Um Glaubwürdigkeit und Optimismus aufzubauen, sollten diese Teile des Buches mit mehr Details zu Mitteln und Methoden für den Aufbau der Infrastruktur in Einklang gebracht werden.

Die Realität holt immer wieder Science Fiction ein. Wissenschaftler arbeiten in Labors, während Ingenieure vor Ort konstruieren, um die Zukunft der heutigen Zeit ein Stück näher zu bringen. Aber auch sie müssen sich ausruhen und aufladen. Michel Van Pelt beschreibt in seinem Buch den perfekten Reiseort zum Aufladen: Weltraum Tourismus und zeigt, was wir brauchen, um dorthin zu gelangen und was passieren kann, wenn wir ankommen.

Rezension von Mark Mortimer.

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