Die Magellanschen Wolken sind zum ersten Mal hier

Die Milchstraße ist von einer Wolke kleinerer Zwerggalaxien in verschiedenen Stadien der Zerstörung umgeben. Neueren Forschungen zufolge ist dies möglicherweise das erste Mal, dass diese Objekte die Milchstraße treffen. Nachdem wir mit ihnen fertig sind, wird es kein schönes Bild mehr sein.

Die Magellanschen Wolken wurden zuerst nach dem gleichnamigen Entdecker benannt. Für das bloße Auge sehen sie aus wie große leuchtende Wolken. Sie sind beide irreguläre Galaxien. Die größere ist ungefähr 1/20 der Größe und hat die zehnte Masse der Milchstraße, und die kleinere Wolke ist sogar kleiner.

Astronomen des Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics haben kürzlich die dreidimensionalen Geschwindigkeiten der beiden Galaxien mit größerer Genauigkeit als je zuvor berechnet und festgestellt, dass sie seltsam hoch sind. Dafür gibt es wirklich nur zwei Erklärungen: Entweder hat die Milchstraße mehr Masse als Astronomen glauben, oder die Wolken sind nicht gravitativ an unsere Galaxie gebunden.

Mit anderen Worten, die beiden Galaxien passieren zum ersten Mal die Milchstraße.

Dieses neue Ergebnis schafft jedoch Probleme. Es ist bekannt, dass die Milchstraße eine erhebliche Verzerrung in ihrer Scheibe aufweist. Astronomen erklärten diesen Warp durch die Gravitationswechselwirkung zwischen unserer Galaxie und den Magellanschen Wolken. Wenn dies jedoch ihr erster Durchgang ist, erklärt dies nicht die Verzerrung. Ein weiteres Problem ist eine lange Spur von Wasserstoffgas, das hinter den Wolken strömt. Noch einmal, wenn dies die erste Wechselwirkung ist, kann es nicht erklären, wie ein Gezeitenstrom von Wasserstoff ausgestreckt werden könnte.

Die Forscher planen als nächstes, sich auf den Ursprung des Wasserstoffstroms zu konzentrieren, der hinter den Wolken folgt. Wenn sie eine andere Quelle finden können, stärkt dies die Theorie, dass die Wolken zum ersten Mal hier sind.

Originalquelle: CfA-Pressemitteilung

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