Leistungsstarker Black Hole Jet erklÀrt

Galaxien scheinen nicht genug Materie in sich zu haben, um neue Sterne mit den Geschwindigkeiten zu bilden, die sie machen. Jetzt haben Astronomen eine Galaxie gefangen, indem sie Material recyceln, das sie zuvor ausgeworfen haben, was die Diskrepanz erklären könnte.

Neue Beobachtungen liefern den ersten direkten Beweis für das Einströmen von Gas in ferne Galaxien, die aktiv Sternbabys bilden, und unterstützen die "galaktische Recycling" -Theorie.

Unsere eigene Milchstraße zum Beispiel scheint jedes Jahr die Masse einer Sonnenmasse in neue Sterne umzuwandeln. Doch unsere Galaxie verfügt nicht über genügend Rohstoffe wie Gas und Staub, um dies für mehr als ein paar Milliarden Jahre aufrecht zu erhalten. Und Beobachtungen vieler anderer Galaxien deuten darauf hin, dass die Milchstraße in dieser Hinsicht eher typisch ist.

Nach der Recycling-Theorie sammeln die Milchstraße und andere Galaxien möglicherweise Masse, die sie vorher verloren haben, um ihre Sternentstehungsgewohnheiten zu unterstützen.

Wissenschaftler vermuten, dass Prozesse innerhalb von Galaxien - wie die Supernova-Explosionen sterbender Sterne sowie die Strahlungskraft heller Sterne - Gas in den Weltraum ausstoßen. Forscher hatten in Frage gestellt, ob die Gravitation der Galaxien ausreichen würde, um sie zurückzuziehen, besonders in Fällen entfernter Galaxien, die Gas mit großer Kraft auszustoßen scheinen.

In der neuen Studie verwendeten Astronomen um Kate Rubin vom Max-Planck-Institut für Astronomie in Deutschland das Keck-I-Teleskop am Mauna Kea in Hawaii, um 100 Galaxien zwischen 5 und 8 Milliarden Lichtjahren von der Erde aus zu beobachten. Für sechs von ihnen fanden die Forscher Hinweise darauf, dass Gas im Weltraum abstürzt und in diese Galaxien zurückfließt.

Aber die Forscher denken, dass das Recycling wahrscheinlich häufiger auftritt, als diese Zahlen auf den ersten Blick anzeigen, weil dieser Gasfluss schwer zu beobachten ist und von der Ausrichtung der Galaxie relativ zu uns abhängt. Tatsächlich vermuten die Astronomen, dass Recyclingprozesse in bis zu 40 Prozent der Fälle auftreten können.

"Dies ist ein Schlüsselstück des Puzzles und ein wichtiger Beweis dafür, dass das kosmische Recycling ('galaktische Fontänen') tatsächlich das Rätsel der fehlenden Rohmaterie lösen könnte", so ein Statement des Max-Planck-Instituts für Astronomie.