20 Jahre später, Zukunft hell für Exoplaneten-Wissenschaft

Das Verständnis der Menschheit für ihren Platz im Universum hat sich vor 20 Jahren in diesem Monat stark verändert.

Am 6. Oktober 1995 kündigten Michel Mayor und Didier Queloz vom Geneva Observatory der Schweiz die Entdeckung der riesigen, glühend heißen Pegasis an, des ersten außerirdischen Planeten, der jemals um einen sonnenähnlichen Stern gefunden wurde.

Die ersten Exoplaneten aller Art wurden 1992 von den Astronomen Aleksander Wolszczan und Dale Frail entdeckt, die zwei Welten vorfanden, die eine sich schnell drehende stellare Leiche umkreisten, die man Pulsar nannte. So monumental diese Entdeckung auch sein mag, die Ankündigung der 51 Peg b könnte vielleicht noch mehr Resonanz finden, denn Pulsare sind weit entfernt von "normalen" Sternen wie der Sonne der Erde. [Die seltsamsten außerirdischen Planeten]

Das neue Feld der Exoplaneten hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten rasant entwickelt: Astronomen haben jetzt die Existenz von fast 2.000 Planeten außerhalb unseres eigenen Sonnensystems bestätigt. (Die genaue Anzahl hängt davon ab, welche Datenbank konsultiert wird.)

Mehr als die Hälfte der bestätigten Funde stammen aus dem Kepler-Weltraumteleskop der NASA, das im März 2009 auf einer 600-Millionen-Dollar-Mission startete, um zu bestimmen, wie häufig erdähnliche Planeten in der gesamten Milchstraße vorkommen.

Kepler hat auch mehr als 3.600 zusätzliche Planetenkandidaten entdeckt, von denen etwa 90 Prozent durch Nachuntersuchungen oder Beobachtungen bestätigt werden, sagen Missionswissenschaftler.

Aber Keplers Erfolg geht über die rohen Zahlen hinaus. Die Daten des Raumschiffs legen beispielsweise nahe, dass jeder Stern in der Milchstraße im Durchschnitt mindestens einen Planeten beherbergt und dass etwa 20 Prozent der sonnenähnlichen Sterne eine potenziell bewohnbare, relativ erdähnliche Welt beherbergen.

Die nächsten 20 Jahre sollten größere Fortschritte in der Exoplanetenforschung bringen. Zum Beispiel wird die NASA 2017 den Transit Exoplanet Survey Satellite (TESS) starten und im nächsten Jahr das $ 8,8 Milliarden James Webb Space Telescope.

TESS sollte eine Anzahl von relativ nahen Exoplaneten finden, deren Atmosphären JWST nach Sauerstoff, Methan und anderen möglichen Anzeichen fremder Leben scannen kann, sagen NASA-Beamte. (Die meisten von Keplers Entdeckungen sind zu weit entfernt, um auf diese Weise untersucht zu werden.)

Mitte der 2020er Jahre könnte die NASA auch eine Weltraumteleskop-Mission mit dem Namen WFIRST (Wide-Field Infrared Survey Telescope) -FTA starten, die neben anderen großen Fragen der Astronomie, wie z geheimnisvolle dunkle Energie.

Darüber hinaus kartiert das europäische Gaia-Weltraumteleskop derzeit die Positionen und Bewegungen von 1 Milliarde Sternen der Milchstraße. Die Mission könnte am Ende Tausende neue Planetensysteme entdecken, sagen Beamte der Europäischen Weltraumorganisation (ESA).

Die ESA plant außerdem, im Zeitraum von 2024 eine neue Weltraummission namens Plato zu starten, die viele felsige, potenziell bewohnbare Exoplaneten nahe der kosmischen Nachbarschaft der Erde entdecken und charakterisieren soll.

Und nicht alle Exoplaneten werden im Weltraum stattfinden. Drei riesige bodengebundene Teleskope sollen Mitte der 2020er Jahre in Betrieb gehen - das Giant Magellan Telescope (GMT), das Thirty Meter Telescope (TMT) und das European Extremely Large Telescope (E-ELT). GMT und das E-ELT werden von Anden-Berggipfeln in Chile aus operieren, während TMT auf dem Vulkan Mauna Kea in Hawaii gebaut wird.

Alle drei Megaskope werden eine breite Palette von astronomischen Beobachtungen durchführen, einschließlich Exoplanetenexploration.

Die riesigen Sprungexoplaneten - und viele Wissenschaftler aller Couleur - hoffen natürlich auf die Entdeckung des Lebens jenseits der Erde. Queloz denkt, dass es passieren wird.

"Auf einigen dieser Planeten wird später das Leben entdeckt", sagte Queloz im letzten Monat der BBC. "Es wird nicht ich sein; es werden andere sein. Aber in gewisser Weise bin ich darin eingetreten."