Vulkanausbruch Kilauea in Hawaii aus dem Weltraum entdeckt (Fotos)

Sie können dank zweier neu veröffentlichter Satellitenfotos den Vulkanausbruch Hawaiis aus der Vogelperspektive sehen.

Der Vulkan Kilauea auf der Big Island von Hawaii bricht seit mehr als 30 Jahren ununterbrochen aus, aber diese Hintergrundaktivität flammte letzte Woche deutlich auf, nachdem ein starkes Erdbeben die Insel getroffen hatte.

Ein Dutzend neuer vulkanischer Risse hat sich seitdem auf den Flanken Kilaueas geöffnet, und die Kombination von strömender Lava und giftigen Gasen hat die Evakuierung von mehr als 1.500 Menschen erzwungen (obwohl bisher keine Berichte über ernsthafte Verletzungen vorliegen). [Fotos: Feurige Lava vom Kilauea Vulkan eruptiert auf Hawaiis Big Island]

In einem der Bilder zeichnen sich diese neuen Risse und Strömungen als hellgrüne und gelbe Hotspots aus, die von roten (Vegetation) und grau-schwarzen (alten, kalten Lava) umgeben sind.

Siehe die neuesten Updates auf Hawaii Kilauea Volcano Eruption

Das andere Foto zeigt riesige Schwaden von Schwefeldioxidgas, das ebenfalls durch gelbe und grüne Farbtöne repräsentiert wird und von vulkanischen Schloten wegweht.

Beide Bilder wurden am Sonntag (6. Mai) vom Advanced Spaceborne Thermal Emission und Reflection Radiometer (ASTER) an Bord des NASA-Satelliten Terra aufgenommen. Wie der Name schon sagt, kann ASTER Licht in thermischen Infrarotwellenlängen - im Grunde Wärme - detektieren.

Der Satellit Terra wurde im Dezember 1999 auf die Erdumlaufbahn gebracht, um das Klima und andere großräumige Prozesse des Planeten zu überwachen und Wissenschaftlern dabei zu helfen, die Auswirkungen der Menschheit auf Ökosysteme besser zu verstehen.

Wie die neuen Fotos zeigen, können Terra-Daten außerdem Forschern, Regierungsbeamten und Ersthelfern helfen, sich auf Naturkatastrophen vorzubereiten und damit umzugehen. ASTER zeigt auch Waldbrände, und ein anderes von Terra's fünf wissenschaftlichen Instrumenten, das Moderate Resolution Imaging Spectroradiometer (MODIS), beobachtet häufig Hurrikane, wenn sie in besiedelte Gebiete ziehen. (Ein MODIS-Instrument fliegt auch an Terras Schwester-Satellit, der Erde beobachtenden Aqua-Sonde.)