Das tierische, doch sanfte, riesige "Otto" unter der Milchstra├če

Teleskope auf der ganzen Welt haben sich zusammengetan, um den Krebsnebel, die staubigen Überreste eines explodierten Sterns, aufzubrechen. Durch die Kombination verschiedener Arten von Beobachtungen produzierten die Astronomen eines der detailliertesten Bilder der atemberaubenden Weltraumwolke.

Der Krebsnebel (M1) liegt im Sternbild Stier 6.500 Lichtjahre von der Erde entfernt und ist mit bloßem Auge kaum sichtbar. Es misst etwa 10 Lichtjahre und wird ständig erweitert.

Im Kern dieser riesigen Wolke aus Gas und Staub befindet sich ein schnell rotierender Neutronenstern oder die winzige, dichte Leiche eines Sterns, der vor etwa einem Jahrtausend explodierte. Diese Art von Neutronenstern, der als Pulsar bekannt ist, scheint periodisch zu flackern, wenn er rotiert. Der Pulsar im Herzen des Krebsnebels flackert etwa alle 33 Millisekunden. [Fotos: Erstaunliche Ansichten des berühmten Krebs-Nebels]

Um einen genauen Blick auf das Geschehen in dieser riesigen Weltraumwolke zu werfen, kombinierten Astronomen Daten von fünf verschiedenen Teleskopen, die den Nebel in verschiedenen Wellenlängen oder Lichtarten beobachteten.

Das Karl G. Jansky Very Large Array betrachtete die vom Nebel kommenden Radiowellen (rot dargestellt), während das Spitzer Weltraumteleskop das Infrarotlicht (gelb) betrachtete, das Hubble Weltraumteleskop das sichtbare Licht (grün) studierte, das XMM-Newton Weltraumteleskop gemessen die ultraviolette Strahlung (blau) und die Chandra X-ray Observatory sah die Röntgenstrahlen (lila).

"Der Vergleich dieser neuen Bilder, die mit unterschiedlichen Wellenlängen gemacht wurden, liefert uns eine Fülle neuer Details über den Krebsnebel", sagte Gloria Dubner, eine Forscherin der Universität von Buenos Aires, die das Projekt leitete, in einer Erklärung. "Obwohl der Krebs seit Jahren ausgiebig erforscht wurde, können wir noch viel darüber lernen."

Dubner und ihre Kollegen beschrieben ihre neuen Beobachtungen des Krebsnebels in einem Artikel, der am Mittwoch (10. Mai) im Astrophysical Journal veröffentlicht wurde.