Detektor für Dunkle Materie Auf dem Weg zur ISS in diesem Sommer

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Das lang erwartete Experiment, das nach dunkler Materie suchen wird, nähert sich der internationalen Raumstation. Das Alpha Magnetic Spectrometer (AMS) wird derzeit im ESA-Testzentrum in den Niederlanden getestet, bevor es mit dem Space Shuttle zur ISS gestartet wird, das derzeit für Juli 2010 geplant ist. Das AMS wird Wissenschaftlern helfen, die grundlegenden Probleme in Bezug auf Herkunft und Herkunft besser zu verstehen Struktur des Universums durch Beobachtung von Dunkler Materie, fehlender Materie und Antimaterie. Als Nebenprodukt wird AMS andere Informationen aus kosmischen Strahlungsquellen wie Sternen und Galaxien sammeln, die Millionen von Lichtjahren von unserer Heimatgalaxie entfernt sind.

ISS-Beamte haben angepriesen, dass die Wissenschaft im Orbitalabor nun ernsthaft betrieben wird. Das AMS wird für die ISS ein großer wissenschaftlicher Sprung sein. Es ist nicht nur das größte wissenschaftliche Instrument, das auf der Internationalen Raumstation (ISS) installiert wird, sondern auch das erste Magnetspektrometer, das im Weltraum geflogen wird, und der größte kryogen gekühlte supraleitende Magnet, der jemals im Weltraum eingesetzt wurde. Es wird auf dem zentralen Fachwerk der ISS installiert.

AMS war nach dem Unfall mit dem Columbia-Shuttle 2003 aus dem ISS-Programm gestrichen worden, aber der Aufschrei über die Absage zwang die NASA, ihre Entscheidung zu überdenken. Der größte Teil der 1,5-Milliarden-Dollar-Kosten von AMS wurde von den internationalen Partnern übernommen, mit denen die NASA gute Beziehungen pflegen möchte. 56 Institute aus 16 Ländern haben zum AMS-Projekt beigetragen, wobei der Nobelpreisträger Samuel Ting die Bemühungen koordinierte.

In einem Interview mit der BBC sagte Ting, dass es bis zu drei Jahre dauern kann, bis die Ergebnisse von AMS in anderen Galaxien nach Antimaterie und in unseren eigenen nach dunkler Materie suchen.
Das Instrument wurde bei der Europäischen Organisation für Kernforschung (CERN) in Genf, Schweiz, gebaut. Der erste Teil der Tests wurde auch am CERN durchgeführt, als der Detektor mit einem Protonenstrahl des Super Proton Synchrotron-Beschleunigers des CERN auf Herz und Nieren geprüft wurde, um seine Impulsauflösung und seine Fähigkeit zur Messung der Partikelkrümmung und des Impulses zu überprüfen.

Die Fähigkeit von AMS, Elektronen von Protonen zu unterscheiden, wurde ebenfalls getestet. Dies ist sehr wichtig für die Messung kosmischer Strahlen, von denen 90% Protonen sind und einen natürlichen Hintergrund für andere Signale darstellen, die Wissenschaftler interessieren. AMS wird nach einer Fülle von Positronen und Elektronen aus dem Weltraum suchen, einem der möglichen Marker für dunkle Materie.

Sobald die umfangreichen Tests abgeschlossen sind, wird AMS ESTEC Ende Mai mit einem speziellen Flug der US Air Force zum Kennedy Space Center in Florida verlassen. Es wird mit dem Space Shuttle Endeavour auf dem Flug STS-134, der jetzt für Juli geplant ist, zur ISS gestartet.

Quelle: ESA

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