Hubble erfasst eine klassische Barred Spiral Galaxy

Sehen wir so aus? Astronomen wissen nicht genau, wie die Milchstraße aussieht, aber die Suche nach anderen Barred-Spiral-Galaxien wie dieser hilft Wissenschaftlern, mehr über unser Zuhause zu erfahren. Das Galaxy NGC 1073 befindet sich im Sternbild Cetus (Das Seemonster). Die meisten bekannten Spiralgalaxien haben eine Balkenstruktur in der Mitte, und dieses neue Bild bietet eine atemberaubende, wenn nicht klare Sicht auf einen dieser Galaxientypen.

Eine Information, die möglicherweise in einer zentralen Leiste verfügbar ist, ist das Alter der Galaxie. Einige Astronomen haben vorgeschlagen, dass die Bildung dieser Struktur den Übergang einer Spiralgalaxie von der intensiven Sternentstehung ins Erwachsenenalter signalisieren könnte. Zwei Drittel der nahe gelegenen, jüngeren Galaxien haben die Leiste, während nur ein Fünftel der älteren, weiter entfernten Spiralen eine hat.

Während Hubbles Bild von NGC 1073 in gewisser Hinsicht ein archetypisches Porträt einer Barred-Spirale ist, hat das Hubble-Team auf einige Macken hingewiesen.

Ironischerweise ist eines für optische Teleskope wie Hubble fast – aber nicht ganz – unsichtbar. Im oberen linken Teil des Bildes verbirgt eine raue ringartige Struktur der jüngsten Sternentstehung eine helle Röntgenquelle. Diese als IXO 5 bezeichnete Röntgenquelle ist wahrscheinlich ein binäres System mit einem Schwarzen Loch und einem Stern, die sich gegenseitig umkreisen. Beim Vergleich der Röntgenbeobachtungen des Chandra-Raumfahrzeugs mit diesem Hubble-Bild haben Astronomen die Position von IXO 5 auf einen von zwei hier sichtbaren schwachen Sternen reduziert. Röntgenbeobachtungen mit aktuellen Instrumenten sind jedoch nicht präzise genug, um endgültig zu bestimmen, um welche der beiden es sich handelt.

Hubbles Bild erzählt uns jedoch nicht nur von einer Galaxie in unserer eigenen kosmischen Nachbarschaft. Wir können auch viel weiter entfernte Objekte erkennen, deren Licht uns über frühere Epochen in der kosmischen Geschichte berichtet.

Direkt über Hubbles Sichtfeld blicken weiter entfernte Galaxien durch NGC 1073, wobei im oberen linken Teil des Rahmens mehrere rötliche Beispiele deutlich zu sehen sind.

Noch faszinierender ist, dass drei der hellen Lichtpunkte in diesem Bild weder Vordergrundsterne aus der Milchstraße noch entfernte Sterne in NGC 1073 sind. Tatsächlich sind sie überhaupt keine Sterne. Es sind Quasare, unglaublich helle Lichtquellen, die durch Erwärmung und Fallen von Materie in supermassereiche Schwarze Löcher in Galaxien verursacht werden, die buchstäblich Milliarden von Lichtjahren von uns entfernt sind. Die zufällige Ausrichtung durch NGC 1073 und ihre unglaubliche Helligkeit lassen sie vielleicht so aussehen, als wären sie Teil der Galaxie, aber sie sind tatsächlich einige der entferntesten Objekte, die im Universum beobachtet werden können.

Quelle: ESA Hubble

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