Neue Hubble-Fotos von Uranus und Neptun

Bildnachweis: Hubble

Neue Fotos vom Hubble-Weltraumteleskop zeigen Details der Atmosphäre auf Uranus und Neptun. Astronomen verwenden verschiedene Arten von Filtern, um verschiedene Arten von Gasen in den Wolken und sogar ihre Höhe über den Planeten aufzudecken.

Atmosphärische Merkmale von Uranus und Neptun werden in Bildern sichtbar, die mit dem Space Telescope Imaging Spectrograph und der Advanced Camera for Surveys an Bord des Hubble Space Telescope der NASA aufgenommen wurden. Die Beobachtungen wurden im August 2003 gemacht.

Die obere Reihe zeigt Uranus und Neptun in natürlichen Farben und zeigt die Planeten so, wie sie erscheinen würden, wenn wir sie durch ein Teleskop sehen könnten. Die Bilder bestehen aus Belichtungen mit Filtern, die für rotes, grünes und blaues Licht empfindlich sind. In den unteren Bildern verwendeten Astronomen verschiedene Farbfilter, um Merkmale zu erkennen, die wir nicht sehen können. Die Fotos zeigen, dass Astronomen mit bestimmten Arten von Farbfiltern mehr Informationen über ein Himmelsobjekt extrahieren können, als unsere Augen normalerweise sehen können.

Auf den ersten Blick lassen die oberen Bildreihen die Planeten wie Zwillinge erscheinen. Die unterste Reihe zeigt jedoch, dass Uranus und Neptun zwei verschiedene Welten sind. Die Rotationsachse von Uranus ist beispielsweise um fast 90 Grad zur Neptunachse geneigt. Die Südpole von Uranus und Neptun befinden sich links bzw. unten. Beide sind leicht zur Erde geneigt. Uranus zeigt auch mehr Kontrast zwischen beiden Hemisphären. Dies kann durch seine extremen Jahreszeiten verursacht werden.

Beide Planeten weisen eine Streifenstruktur aus Wolken und Trübungen auf, die parallel zum Äquator ausgerichtet sind. Darüber hinaus erscheinen einige diskrete Wolkenmerkmale leuchtend orange oder rot. Die Farbe ist auf die Methanabsorption im roten Teil des Spektrums zurückzuführen. Methan ist in den Atmosphären von Uranus und Neptun nach Wasserstoff und Helium, die beide transparent sind, an dritter Stelle. Die Farben in den Bändern entsprechen Schwankungen in der Höhe und Dicke von Trübungen und Wolken. Mit den Farben können Wissenschaftler die Höhe von Wolken aus der Ferne messen.

Originalquelle: Hubble-Pressemitteilung

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