Jangtse aus dem Weltraum

Bildnachweis: ESA
Das hier in diesem MERIS-Bild (Envisat Medium Resolution Imaging Spectrometer) vom 21. März gezeigte farbige Wasser hat eine lange Reise durch China abgeschlossen.

Sie strömen aus der Mündung des Jangtse ins Ostchinesische Meer, der mit 6300 km Länge der längste Fluss Asiens und der drittlängste der Welt ist.

Der Jangtse entspringt auf dem Qinghai-Tibet-Plateau und schlängelt sich durch neun Provinzen. Er dient als Abfluss für 1,8 Millionen Quadratkilometer Territorium. MERIS wurde entwickelt, um die Farbe des Ozeans zu erkennen. Hier ist deutlich zu sehen, wie die schwere Sedimentfahne des Jangtse in das Wasser entlang der chinesischen Küste mündet und dieses färbt. Die gesamte Sedimentfracht wird auf 680 Millionen Tonnen pro Jahr geschätzt. entspricht einem Gewicht von hundert großen Pyramiden.

Shanghai – Chinas größte Stadt – liegt südlich der Jangtse-Mündung und der 1000 km lange schiffbare Abschnitt des Jangtse westlich davon ist eine Zone großer wirtschaftlicher Aktivität. Der Nachteil des jüngsten Wachstums war eine Abnahme der Wasserqualität, die die chinesische Regierung nach eigenen Angaben bekämpfen will. Anfang des Monats beraubte ein versehentliches Verschütten von Chemikalien in einen Nebenfluss des Jangtse vorübergehend fast eine Million Menschen des Trinkwassers.

Originalquelle: ESA-Pressemitteilung

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