Sterne bilden sich in den kosmischen Vororten besser

Galaxien neigen wie Menschen dazu, zusammenzuhalten. Laut neuen Forschungen des Spitzer-Weltraumteleskops der NASA scheinen sich Sterne in den kosmischen Vororten dieser Cluster besser zu bilden.

Galaxienhaufen können riesig sein und Tausende von Galaxien zu einem gegenseitigen Gravitationstanz zusammenschließen. Von weitem gesehen bilden diese Galaxiengruppen große Blobs (die Cluster), die durch spinnennetzartige Filamente miteinander verbunden sind, die sich über Millionen von Lichtjahren erstrecken. Die Filamente enthalten die kleineren Ansammlungen von Galaxien, die sich auf den Weg zu den größten Clustern machen.

Spitzers Infrarotansicht enthüllte zwei dieser Filamente im Galaxienhaufen Abell 1763. Galaxien wandern entlang dieser Filamente und kollidieren schließlich mit dem größeren Haufen selbst.

Die Forscher verwendeten Spitzer, um die Geschwindigkeit der Sternentstehung in beiden Filamenten und im größeren Galaxienhaufen selbst zu messen. Sie fanden heraus, dass die Filamente viel höhere Sternentstehungsraten aufweisen als der Cluster.

"Dies ist das erste Mal, dass wir ein Filament sehen, das mit einem Infrarot-Teleskop in einen Cluster führt", sagt Dario Fadda vom Herschel Science Center am California Institute of Technology in Pasadena, Kalifornien. "Unsere Beobachtungen zeigen, dass der Anteil der Starburst-Galaxien in den Filamenten mehr als doppelt so hoch ist wie der Anteil der Starburst-Galaxien in der Clusterregion."

Kommende Weltraummissionen wie das Herschel-Weltraumteleskop der ESA werden diese Infrarotbeobachtungen auf die nächste Ebene heben und genauer beobachten, wie Filamente und Cluster das Wachstum von Galaxien beeinflussen.

Originalquelle: NASA / Spitzer-Pressemitteilung

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